Zentrum für Energietechnologie

Wissenschaftsrat empfiehlt Förderung eines Zentrums für Energietechnologie an der BTU Cottbus

Der Wissenschaftsrat hat heute seine Förderempfehlungen für 2009 für Forschungsbauten mit überregionaler Bedeutung bekannt geben. Mit ihrem Antrag für den Bau eines Zentrums für Energietechnologie konnte die BTU Cottbus den Wissenschaftsrat überzeugen.

Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka freut sich über den Erfolg der BTU: „Mit dem geplanten Zentrum für Energietechnologie wird der Energieforschungsbereich der BTU Cottbus weiter ausgebaut. Die BTU wird dadurch ihr Forschungsprofil weiter schärfen und sich auch im internationalen Wettbewerb behaupten können“, so die Ministerin.

Die Forschungsprogrammatik des Zentrums umfasst die gesamte energetische Wertschöpfungskette von der Energiebereitstellung über den Energietransport und die Energieverteilung bis hin zur Energienachfrage. Die bereits erreichte Spitzenstellung der BTU Cottbus bei einzelnen dieser Komponenten (CO2-armes Kraftwerk, Bergbaufolgelandschaften, Netzintegration Erneuerbarer Energien etc.) kann mit der räumlichen Zusammenführung der fakultätsübergreifend arbeitenden Bereiche weiter ausgebaut werden.

BTU Präsident Prof. Dr. Walther Ch. Zimmerli: „Wissenschaft heißt nicht nur die Einzelheiten, sondern das ganze System betrachten. Deswegen verspreche ich mir viel davon, die Aktivitäten der BTU, die sich auf die Energiethemen beziehen, unter einem Dach zusammen zu fassen. Die BTU Cottbus wird ihre Spitzenstellung in diesem Forschungsbereich noch stärker als bisher schon unter Beweis stellen.“

An der BTU Cottbus forschen derzeit ca. 15 Professorinnen und Professoren und ca. 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Forschungsschwerpunkt „Energie“ der BTU Cottbus. Hinzu kommen sieben Honorar- und Gastprofessuren zu ausgewählten Spezialthemen. Die Wissenschaftler der BTU Cottbus aus dem Bereich der Energieforschung sind hervorragend ausgewiesen und in vielfältige Netzwerke namhafter Institutionen aus Forschung und Industrie eingebunden. Bereits heute akquirieren die Professorinnen und Professoren aus dem Bereich der Energieforschung an der BTU Cottbus Drittmittel in Höhe von nahezu 5 Mio. Euro pro Jahr.

Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf 10,9 Mio. Euro. Im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Land „Forschungsbauten mit überregionaler Bedeutung“ erhielte das Land Brandenburg ca. 5,4 Mio. Euro vom Bund. Die Fördermittel umfassen Mittel für Baukosten sowie Kosten für Erstausstattung und Großgeräte. Mit dem Bau soll 2009 begonnen werden.

Das Vorhaben der BTU Cottbus ist eines von insgesamt 16, die der Wissenschaftsrat zur Förderung empfiehlt. Ursprünglich wurden 52 Antragsskizzen aus nahezu allen Bundesländern eingereicht.

(Pressemeldung der BTU vom 04.07.2008)