LS Kraftwerkstechnik des BTU Cottbus kooperiert nun auch mit der Universität Grünberg und der Fachhochschule Züllichau – gegenseitiger Studentenaustausch erfolgreich durchgeführt.
Cottbus, 15.05.08:
Der Lehrstuhl Kraftwerkstechnik der BTU Cottbus hat seine Zusammenarbeit mit Polen weiter ausgebaut. Ein von der Fachhochschule Züllichau (PWSZ w Sulechowie) initiiertes und der Europäischen Union gefördertes Kooperationsprojekt möchte den Studentenaustausch in unserer Region fördern.
Prof. Dr.-Ing. H. J. Krautz, der Leiter des LS Kraftwerkstechnik, war von dem Vorschlag seiner polnischen Kollegen von Anfang an sehr angetan. „Wir haben bereits vielfältige Kontakte nach Polen, aber bislang noch keinen Studentenaustausch. Als uns die polnische Seite dann einen entsprechenden Vorschlag gemacht hatte, konnten wir eigentlich nur zusagen.“ Dr. Robert Smoleński von der Universität Grünberg, der die Organisation der Veranstaltung übernommen hat, ist daher auch sehr optimistisch. „Die Kraftwerker aus Cottbus haben bereits ein Projekt zur Nutzung von Bioenergie mit polnischen Partnern in der Wojewodschaft Lubuskie durchgeführt. Durch diese Aktivitäten sind wir auch auf den Lehrstuhl aufmerksam geworden. Das Themengebiet von Prof. Krautz eignet sich hervorragend für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit unseren Universitäten.“ Siehe auch: www.projekt-nebra.de
Am 13. März war es dann soweit. 12 Studenten aus Cottbus machten sich auf den Weg Richtung Osten. Nach einigen Konferenzvorträgen im Gebäude der Fachhochschule zeigten dann die dortigen Studenten ihre neu eingerichteten Labore. Im Labor für Leistungselektronik und dem Physiklabor überprüfen die Studenten, inwieweit die Praxis mit der Theorie übereinstimmt. Nach dem Besuch der landwirtschaftlichen Labore in der Außenstelle Kalsk, die in einem alten Schloß untergebracht ist, bezogen die Cottbuser im Studentenwohnheim Quartier. Dort wurde nach dem Abendessen noch bis tief in die Nacht diskutiert, wie die internationale Kooperation zwischen den Studenten intensiviert werden kann.
Am Freitag wurde dann das modernisierte HKW in Grünberg besichtigt. Der neue GuD-Block mit einer Leistung von 190 MWel wird mit einem niederkalorischen Erdgas aus der Region versorgt. Der Abhitzekessel wird im Zweidruckbetrieb gefahren und erreicht einen Druck von 72 bar. Das HKW gehört dank der neuen Technik zu den umweltfreundlichsten der Spree-Neiße-Bober-Region.
Die Prorektorin und Beauftragte für Außenbeziehungen der Fachhochschule Züllichau, Frau Dr. Izabela Wojewoda, organisierte daraufhin den Gegenbesuch in Cottbus, der noch im April stattfand. „Ich glaube, mit diesem Besuch ist ein guter Anfang gemacht worden. Im nächsten Jahr beginnen wir mit dem Bau einer neuen Laborhalle, die der Forschung zur Nutzung erneuerbaren Energien dienen soll. In diesem Bereich ist ein langfristiger Erfahrungsaustausch mit dem LS KWT von großem Nutzen.“ Besonders beeindruckt waren die polnischen Gäste von den Aktivitäten des LS KWT auf dem Gebiet der Oxyfuel-Technik. In der Außenstelle Jänschwalde wird dazu eine Versuchsanlage betrieben, die bereits überregionale Aufmerksamkeit geweckt hat (Der Spiegel berichtete).
Zur Abschlußkonferenz reisten die Cottbuser Studenten noch einmal im Mai nach Züllichau.
Der LS KWT, der seinen Studenten auch vielfältige Auslandskontakte anbieten möchte, sieht die Fortschritte mit großer Freude. Der Leiter des Brennstofflabors des Lehrstuhls, Steffen Löffler, ist vom Nutzen der Kooperation überzeugt. „Die Zusammenarbeit mit unseren neuen polnischen Partnern ist auf gutem Weg und wird noch ausgebaut werden. Da wir beide über zahlreiche Laborarbeitsplätze verfügen, sehe ich hier noch ein großes Potential.“
Weitergehende Informationen gibt es auf der polnischen Homepage:
http://www.pwsz.sulechow.pl/ipt/index.php?id=konferencje/energetyka08/energetyka08

Bild: BTU-Student beim Interview mit dem polnischen Fernsehen (Foto: Steffen Löffler)

Bild: Abschlußkonferenz in Polen
Cottbus, 15.05.08:
Der Lehrstuhl Kraftwerkstechnik der BTU Cottbus hat seine Zusammenarbeit mit Polen weiter ausgebaut. Ein von der Fachhochschule Züllichau (PWSZ w Sulechowie) initiiertes und der Europäischen Union gefördertes Kooperationsprojekt möchte den Studentenaustausch in unserer Region fördern.
Prof. Dr.-Ing. H. J. Krautz, der Leiter des LS Kraftwerkstechnik, war von dem Vorschlag seiner polnischen Kollegen von Anfang an sehr angetan. „Wir haben bereits vielfältige Kontakte nach Polen, aber bislang noch keinen Studentenaustausch. Als uns die polnische Seite dann einen entsprechenden Vorschlag gemacht hatte, konnten wir eigentlich nur zusagen.“ Dr. Robert Smoleński von der Universität Grünberg, der die Organisation der Veranstaltung übernommen hat, ist daher auch sehr optimistisch. „Die Kraftwerker aus Cottbus haben bereits ein Projekt zur Nutzung von Bioenergie mit polnischen Partnern in der Wojewodschaft Lubuskie durchgeführt. Durch diese Aktivitäten sind wir auch auf den Lehrstuhl aufmerksam geworden. Das Themengebiet von Prof. Krautz eignet sich hervorragend für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit unseren Universitäten.“ Siehe auch: www.projekt-nebra.de
Am 13. März war es dann soweit. 12 Studenten aus Cottbus machten sich auf den Weg Richtung Osten. Nach einigen Konferenzvorträgen im Gebäude der Fachhochschule zeigten dann die dortigen Studenten ihre neu eingerichteten Labore. Im Labor für Leistungselektronik und dem Physiklabor überprüfen die Studenten, inwieweit die Praxis mit der Theorie übereinstimmt. Nach dem Besuch der landwirtschaftlichen Labore in der Außenstelle Kalsk, die in einem alten Schloß untergebracht ist, bezogen die Cottbuser im Studentenwohnheim Quartier. Dort wurde nach dem Abendessen noch bis tief in die Nacht diskutiert, wie die internationale Kooperation zwischen den Studenten intensiviert werden kann.
Am Freitag wurde dann das modernisierte HKW in Grünberg besichtigt. Der neue GuD-Block mit einer Leistung von 190 MWel wird mit einem niederkalorischen Erdgas aus der Region versorgt. Der Abhitzekessel wird im Zweidruckbetrieb gefahren und erreicht einen Druck von 72 bar. Das HKW gehört dank der neuen Technik zu den umweltfreundlichsten der Spree-Neiße-Bober-Region.
Die Prorektorin und Beauftragte für Außenbeziehungen der Fachhochschule Züllichau, Frau Dr. Izabela Wojewoda, organisierte daraufhin den Gegenbesuch in Cottbus, der noch im April stattfand. „Ich glaube, mit diesem Besuch ist ein guter Anfang gemacht worden. Im nächsten Jahr beginnen wir mit dem Bau einer neuen Laborhalle, die der Forschung zur Nutzung erneuerbaren Energien dienen soll. In diesem Bereich ist ein langfristiger Erfahrungsaustausch mit dem LS KWT von großem Nutzen.“ Besonders beeindruckt waren die polnischen Gäste von den Aktivitäten des LS KWT auf dem Gebiet der Oxyfuel-Technik. In der Außenstelle Jänschwalde wird dazu eine Versuchsanlage betrieben, die bereits überregionale Aufmerksamkeit geweckt hat (Der Spiegel berichtete).
Zur Abschlußkonferenz reisten die Cottbuser Studenten noch einmal im Mai nach Züllichau.
Der LS KWT, der seinen Studenten auch vielfältige Auslandskontakte anbieten möchte, sieht die Fortschritte mit großer Freude. Der Leiter des Brennstofflabors des Lehrstuhls, Steffen Löffler, ist vom Nutzen der Kooperation überzeugt. „Die Zusammenarbeit mit unseren neuen polnischen Partnern ist auf gutem Weg und wird noch ausgebaut werden. Da wir beide über zahlreiche Laborarbeitsplätze verfügen, sehe ich hier noch ein großes Potential.“
Weitergehende Informationen gibt es auf der polnischen Homepage:
http://www.pwsz.sulechow.pl/ipt/index.php?id=konferencje/energetyka08/energetyka08
Bild: BTU-Student beim Interview mit dem polnischen Fernsehen (Foto: Steffen Löffler)
Bild: Abschlußkonferenz in Polen